INQA-Audit

Wir arbeiten zukunftsfähig!

Zum Jahresende 2016 haben wir das INQA Audit – 16 Monate nach unserer großen Mitarbeiterbefragung im September 2015 – erfolgreich abgeschlossen und tragen nun das Gütesiegel „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“. Das Entscheidungsgremium, bestehend aus je einem Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Great Place to Work® Deutschland, Das Demographie Netzwerk e.V. sowie der Bertelsmann Stiftung hat uns die INQA-Audit Auszeichnung zuerkannt. Die Auszeichnung ist zwei Jahre gültig, danach können wir uns re-auditieren lassen.

In den zurückliegenden Monaten haben wir uns im Rahmen des Audits und mit verschiedenen einzelnen Maßnahmen für die herausfordernden Bedingungen unserer zukünftigen Arbeitswelt aufgestellt. Unsere Maßnahmen im Einzelnen…

 

Kommunikation

Um die Wünsche zur internen Kommunikation zu erfassen, haben wir erfragt, welche Informationen bei den Teams ankommen und zum anderen, welche Themen für die Erzieher*innen am wichtigsten sind. Gespräche zwischen Tür und Angel und lange Schriftstücke werden beide als nicht hilfreich empfunden. Inhaltlich haben Themen, die direkt mit der Arbeit in der Kita zusammenhängen, die höchste Priorität. Themen, die eher mit der Träger oder auch der Leitung zusammenhängen, sind für die meisten eher nicht ganz so wichtig. Diese Wünsche und Hinweise haben wir mit dem Flügelschlag aufgegriffen.

Arbeitsorganisation und Arbeitszeit

Mit diesem Projekt soll auf eine realistische Arbeitszeitgestaltung hingewirkt werden, die den Arbeitsdruck senkt. Alle Kitas hatten die Möglichkeit, sich für dieses Projekt zu entscheiden. Die Analyse bezog sich zunächst auf den Dienstplan und wie viele Fachkräfte wann benötigt werden. Im zweiten Schritt wurde definiert, welche Aufgaben im Tagesablauf anfallen und wer diese erledigen kann. Dann war es die Aufgabe des Teams, festzulegen welche Aufgaben entfallen können, wenn Personal fehlt und welche Aufgaben umverteilt werden müssen.

Physische und psychische Gesundheit

Die betriebliche Gesundheitsförderung ist uns ein wichtiges Anliegen und wir möchten Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu diesem Thema aufgreifen. Der Informationsfluss wird daher zukünftig über die Gesundheitslotsen in jeder Kita gewährleistet. Die Gesundheitslotsen werden die persönlichen, gesundheitsgefährdenden Bedingungen in der Kita im Blick haben, informieren ihre Teams über die Angebote des Trägers zur Gesundheitsförderung und geben Bedarfe über die Kitaleitung an den Träger weiter.

 

Organisationelle und individuelle Resilienz

Die Anpassungsfähigkeit des Trägers und die Veränderungsbereitschaft, sich auf neue Situationen einzustellen, müssen ständig reflektiert werden. Das ist eine Führungsaufgabe. Die Bereitschaft, auch der Führungskräfte in den Kitas, diese Aufgabe anzunehmen und mit neuen Situationen umzugehen, soll gestärkt werden. Deshalb haben wir für die Führungskräfte in den letzten zwei Monaten eine zweitägige Fortbildung zum Thema Veränderung durchgeführt und dabei als Praxisbeispiel in unser neues Kompetenzmodell eingeführt.

Personalentwicklung

Als Orientierung für Erzieher*innen, welche Kompetenzen sie bei INA.KINDER.GARTEN benötigen, wurde ein Kompetenzmodell entwickelt. Auf Basis dieses Kompetenzmodells werden Sie ab diesem Jahr die jährlichen Personalentwicklungsgespräche mit ihrer Kitaleitung führen. Dabei geht es um Ihre Selbsteinschätzung, wo Sie Ihre Stärken und Kompetenzen sehen und auch die Fremdeinschätzung durch die Führungskraft. Im Gespräch werden Qualifizierungsbedarfe identifiziert und entsprechende Entwicklungsmaßnahmen vereinbart.

Eine weitere Maßnahme in diesem Bereich ist die Einrichtung einer Kompetenzdatenbank. Wir haben zunächst in drei Kitas mit der Erfassung Ihrer individuellen Stärken und Kompetenzen begonnen. Ziel ist es, die Kitas und Erzieher*innen miteinander mehr zu vernetzen, Wissen weiterzutragen und eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen zu schaffen.

Wissenstransfer

Um eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Küchenfachkräften und Pädagoginnen und Pädagogen zu ermöglichen, soll der wechselseitige Erfahrungsaustausch gefördert werden. Dazu wurde die aktuelle Situation ausgewertet. Die wichtigste sich daraus ergebende Empfehlung lautet: Einrichtung einer Ernährungs-AG in jeder Kita, in der die Küchenfachkraft, die Kitaleitung und je 1 Erzieher*in aus den Abteilungen vertreten sind.

Familie und Beruf

Mitarbeiter*innen, die aus der Elternzeit zurückkehren, werden interne Kitaplätze angeboten, die nahe zur eigenen Einrichtung oder zur Wohnung liegen. Diese Maßnahme gilt auch für die Werbung neuer Mitarbeiter*innen.

Genderförderung

Die Gleichbehandlung zwischen Mann und Frau ist eine ausgewiesene Stärke von INA.KINDER.GARTEN. Allerdings soll die Quote der Männer weiter erhöht werden und wir werden von Genderförderung sprechen.

Wir haben zwei Genderbeauftragte – eine Frau und einen Mann – gesucht, damit eine bessere Geschlechterverteilung beim Thema erreicht wird. Die Aufgabe übernehmen Yildiz Sakli und Patrick Canducci, beide arbeiten in der Dresdener Straße.